DEGAM 2019
Um nach einer bestimmten ID zu suchen, geben Sie bitte eine Raute gefolgt von der ID ein (z.B. #123).

Aus- und Weiterbildung in der Allgemeinmedizin

Moderatoren: Abendroth , Jens , Dr. (Deutschland); Ehrhrardt , Maren , Dr. (Deutschland)
 
Shortcut: V31
Datum: Freitag, 13. September 2019, 11:30
Raum: HSZ Medizin U3
Sessiontyp: Vortrag

Abstract

Klicken Sie auf eine Einreichung für eine Vorschau des Abstractinhalts.

11:30 V31-01

Das Berliner Modell - Train the Trainer-Seminare für die Weiterbildung Allgemeinmedizin (#66)

U. Sonntag1, A. Koch2, G. Bayer1, C. Heintze1, S. Döpfmer1

1 Charité - Universitätsmedizin Berlin, Kompetenzzentrum Weiterbildung Allgemeinmedizin, Berlin, Berlin, Deutschland
2 Ärztekammer Berlin, Weiterbildung, Berlin, Berlin, Deutschland

Hintergrund

Aufbauend auf Empfehlungen der Sektion Weiterbildung der DEGAM und etablierten Programmen (Ledig et al, 2016) wurde 2018 im neu gegründeten Kompetenzzentrum Weiterbildung (KW) Berlin ein innovatives Train the Trainer-Seminar konzipiert.

Fragestellung

Ziel war die Entwicklung eines teilnehmer-aktivierenden didaktischen Konzepts gemeinsam mit der Landesärztekammer (LÄK) unter besonderer Berücksichtigung der Perspektive der ÄiW.

Methoden

Gemeinsam mit der Berliner Ärztekammer wurde ein didaktisches Konzept entwickelt, welches sich nach den Aufgaben und Rollen, die Befugte im Verlauf eines ambulanten Weiterbildungsabschnitts einnehmen, gliedert: Von der Konzeption und Umsetzung eines Praxis-angepassten Curriculum über Rekrutierung, Einstellung und Vertragsgestaltung mit ÄiW, Einarbeitung und Supervision von ÄiW sowie Konflikt- und Feedbackgesprächen mit ÄiW hin zu Aufgaben im Rahmen der Dokumentation der Weiterbildung.

Ergebnisse

Bisher haben 46 Befugte an drei Seminaren teilgenommen. Die Seminare umfassen 15 Unterrichtseinheiten und werden gemeinsam vom KW und der LÄK unter Einbezug von ÄiW durchgeführt. Durch die partizipative Konzepterarbeitung und Durchführung der Seminare ist eine sinnvolle Kopplung didaktischer und formal-rechtlicher Fragen möglich, die von den Teilnehmenden als sehr gewinnbringend erlebt wird.

Die Seminare sind durch einen hohen Grad an Teilnehmenden-Aktivität gekennzeichnet, Inhalte werden gemeinsam erarbeitet und zum Teil direkt erprobt. Didaktisch wird vor allem mit Simulationen, Falldiskussionen und reflektions-anregenden und austausch-fördernden Kleingruppen-Methoden gearbeitet. Integraler Bestandteil der Seminare ist der Austausch auf peer-Ebene zwischen den Befugten.

Diskussion

Zu diskutieren ist, welche Kriterien langfristig die Wirksamkeit des Programms belegen. Eine Nachbefragung der Teilnehmenden ist in Vorbereitung.

Take Home Message für die Praxis

Die partizipative und interaktive Gestaltung des Seminars trägt zu einer hohen Akzeptanz bei der Zielgruppe bei. Das didaktische Konzept ist auch auf Train the Trainer-Seminare für andere Zielgruppen, wie z.B. stationär Befugte, übertragbar und wird momentan von der LÄK erprobt.

Stichwörter: Weiterbildung, Train the Trainer, Didaktik
11:42 V31-02

Beitrag zur Entwicklung eines Curriculums für die allgemeinmedizinische Weiterbildung für den Teilbereich Erkrankungen des Bewegungsapparates (#156)

M. Flint1, C. Helbig1, A. Altiner1

1 Universitätsmedizin Rostock, Institut für Allgemeinmedizin, Rostock, Mecklenburg-Vorpommern, Deutschland

Hintergrund

Obwohl die Erkrankungen des Bewegungsapparates einen häufigen Beratunganlass in der Allgemeinarztpraxis darstellen, sind Mecklenburg-Vorpommern und Berlin derzeit die einzigen Kammern, die einen verpflichtenden Weiterbildungsabschnitt in der Orthopädie vorsehen. Die inhaltliche Strukturierung steht bisher kaum im Fokus.

Fragestellung

Welche Kompetenzen aus dem Bereich der Erkrankungen des Bewegungsapparates erachten Experten aus der Allgemeinmedizin und der Orthopädie für ein Curriculum der allgemeinmedizinischen Weiterbildung als wichtig und wie und wo könnten diese am besten vermittelt werden?

Methoden

Mittels qualitativer Inhaltsanalyse nach Mayring wurden 16 leitfadengestützte Experteninterviews (purposeful sampling) mit Allgemeinärzten, Allgemeinärzten in Weiterbildung sowie niedergelassenen und im Krankenhaus tätigen Fachärzten für Orthopädie ausgewertet.

Ergebnisse

Alle interviewten Experten sehen den Erwerb von Kompetenzen in der Versorgung von Patienten mit Erkrankungen des Bewegungsapparates als relevant an. Vor allem die Versorgung von Patienten mit typischen Wirbelsäulen- und Gelenkbeschwerden, die orthopädisch fokussierte körperliche Untersuchung sowie die Bedeutung von adäquater Schmerztherapie und Indikationsstellung für Physiotherapie werden als wichtige Lernziele hervorgehoben. Wo und wie diese Kompetenzen am besten zu erwerben seien, wird jedoch zum Teil diskrepant beurteilt. Während Allgemeinärzte in Weiterbildung die Weiterbildung im Krankenhaus nicht in Frage stellen, wird dies von den niedergelassenen Orthopäden und Allgemeinärzten anders gesehen. Vor allem niedergelassene Allgemeinärzte stellen in Frage, ob die Kompetenzen, die zur Betreuung von Patienten mit Erkrankungen des Bewegungsapparates wichtig sind, überhaupt in der stationären Versorgung erworben werden können.

Diskussion

Die Relevanz des Erwerbs von Kompetenzen in diesem Bereich wird von allen Experten nicht in Frage gestellt. Es fehlt jedoch in M-V eine Definition der zu erwerbenden Kompetenzen in der Weiterbildungsordnung. Somit ist auch nicht geregelt, wie diese tatsächlich erlernt und dokumentiert werden könnten. Aus den Interviews ergeben sich Ansatzpunkte für die Entwicklung eines kompetenzorientierten Weiterbildungscurriculums im Bereich der Erkrankungen des Bewegungsapparates.

Take Home Message für die Praxis

  1. Alle Experten sehen Erkrankungen des Bewegungsapparates als einen wichtigen Bestandteil der Weiterbildung.
  2. Allgemeinärzte schlagen eine umfassende Veränderung der Weiterbildungsstruktur vor.
Stichwörter: Weiterbildung Allgemeinmedizin, allgemeinmedizinische Weiterbildung, Allgemeinmedizin Mecklenburg-Vorpommern, Erkrankungen des Bewegungsapparates, Weiterbildungsabschnitt Orthopädie, Orthopädie
11:54 V31-03

Genetische Themen in die Weiterbildung zum Facharzt für Allgemeinmedizin? Eine Querschnittstudie (#181)

K. Götz1, F. Ingendae1, J. Steinhäuser1

1 Universität zu Lübeck, Institut für Allgemeinmedizin, Lübeck, Schleswig-Holstein, Deutschland

Hintergrund

Eine umfassende Gesundheitsversorgung der Bevölkerung schließt das Wissen über genetisch bedingte Erkrankungen mit ein. Die Vermittlung von Kenntnissen und Kompetenzen bei Beratungsanlässen mit genetischem Hintergrund wird im Bereich der Allgemeinmedizin in Deutschland bisher nicht explizit durchgeführt. Im internationalen Kontext ist das Thema Genetik bereits in Weiterbildungscurricula verankert.

Fragestellung

Das Ziel der vorliegenden Studie war es zu ermitteln, welche Kompetenzen bezüglich Genetik in der Weiterbildung zum Facharzt für Allgemeinmedizin relevant sind.

Methoden

Im Zeitraum von 11/2018 bis 02/2019 wurden 2000 Hausärzte in Deutschland zur Teilnahme eingeladen. Neben soziodemographischen Aspekten wurde mit dem eigens dafür konzipierten Fragebogen die Sicherheit im Umgang mit der Interpretation von Familienstammbäumen auf einer Likert-Skala von 1 (trifft voll zu) bis 6 (trifft gar nicht zu) abgefragt. Des Weiteren wurden verschiedene Weiterbildungsrelevante Inhalten bezüglich Genetik auf einer Likert-Skala von 1 (sehr relevant) bis 6 (gar nicht relevant) erfragt. Die Analyse der Daten erfolgte deskriptiv.

Ergebnisse

Insgesamt nahmen 292 (14,6%) Hausärzte an der Befragung teil. Im Mittel waren die Teilnehmer 53 Jahre alt und 51,7% waren weiblich. 25 (8,6%) der Befragten gaben an in den letzten 12 Monaten einen Familienstammbaum erstellt zu haben. Die teilnehmenden Ärzte gaben an, dass sie sich im Mittel von 3,2 sicher bei der Interpretation eines Familienstammbaums fühlten. Am relevantesten für die Weiterbildung wurden Krebserkrankungen mit genetischem Hintergrund (MW 1,6) und multifaktorielle Erkrankungen mit genetischer Komponente (MW 1,7) gesehen.

Diskussion

Die vorliegende Befragung liefert erstmalig Hinweise, welche Inhalte für ein Weiterbildungscurriculum bezüglich genetischer Themen in der Allgemeinmedizin als relevant erachtet werden. Hierbei sind ein sicherer Umgang bei der Beratung zu genetischen Erkrankungen sowie die Beratung von Erkrankungen mit genetischer Assoziation für die Arbeit eines Allgemeinmediziners besonders relevant.

Take Home Message für die Praxis

Aufbauend auf den Ergebnissen der Befragung können Weiterbildungsinhalte zu genetischen Beratungsanlässen eine sinnvolle Ergänzung für das kompetenzbasierte Curriculum Allgemeinmedizin darstellen.

Stichwörter: Genetik, Allgemeinmedizin, Beratungsanlässe, Weiterbildung
12:06 V31-04

Gemeinsam lernen - Ein interprofessionelles Seminar für Ärzte/-innen in Weiterbildung, Physiotherapeuten/-innen, Apotheker/-innen und VERAH (#280)

K. Dippell1, L. Pauscher1, K. Mergenthal2, A. Wunder1, M. - S. Brueckle2, F. M. Gerlach2, M. Sennekamp1

1 Goethe-Universität Frankfurt am Main, Institut für Allgemeinmedizin/ Kompetenzzentrum Weiterbildung, Frankfurt, Hessen, Deutschland
2 Goethe-Universität Frankfurt am Main, Institut für Allgemeinmedizin, Frankfurt, Hessen, Deutschland

Hintergrund

In Anbetracht der Zunahme chronischer Erkrankungen und Multimorbidität sowie komplexeren Behandlungsoptionen wird vermehrt die Bedeutung interprofessioneller Kooperationen zwischen Ärzten/-innen und weiteren Gesundheitsberufen für eine gute Patientenversorgung hervorgehoben1. Dieser hohe Stellenwert sollte sich in der Aus- und Weiterbildung wiederfinden.2

Fragestellung

Wie schätzen die Teilnehmer den Kompetenzgewinn und die Relevanz eines interprofessionellen Seminarangebots ein?

Methoden

Es wurde ein eintägiges Seminar für Ärzte/-innen in Weiterbildung, Versorgungsassistenten/-innen in der Hausarztpraxis (VERAH), Apothekern/-innen und Physiotherapeuten/-innen durchgeführt (n=16 TN), an dem die Dozierenden als Beispiel eines interprofessionell zusammenarbeitenden Teams auftraten. Anhand einer Pre-/Posttestbefragung wurde die eigene Einschätzung zur interprofessionellen Zusammenarbeit abgefragt. Zudem wurde im Anschluss an das Seminar ein international standardisiertes Testverfahren (UWE IP)3

Ergebnisse

Das gemeinsame Lernen mit anderen Professionen wurde als besonders bereichernd hervorgehoben. Die Mehrzahl der Teilnehmenden (92,5%) fühlten sich nach dem Seminar kompetenter in der Zusammenarbeit mit anderen Professionen und schätzen die Relevanz eines solchen Seminarangebots als sehr hoch ein. Dies bildet sich auch in der Pre-/Posttestbefragung ab. Die Auswertung des UWE-IP steht noch aus.

Diskussion

Im Rahmen des Seminars wurde deutlich, dass die Notwendigkeit von interprofessioneller Zusammenarbeit von allen Teilnehmenden erkannt wird und Seminare zu dieser Thematik als eine wertvolle Unterstützung diesbezüglich wahrgenommen werden. Spannend bleibt die Anwendung des UWE-IP in den Seminarkontext.

Take Home Message für die Praxis

Interprofessionelle Seminare unterstützen das Lernen voneinander und können somit eine bessere Zusammenarbeit zwischen unterschiedlichen Professionen im Alltag bewirken.

Stichwörter: Interprofessionelle Zusammenarbeit, Weiterbildung Allgemeinmedizin, Seminarangebot Interprofessionelles Arbeiten
12:18 V31-05

Die Seminartage Weiterbildung Allgemeinmedizin (SemiWAM) – Erfahrungen aus 5 Jahren weiterbildungsbegleitendes Seminarprogramm (#335)

D. Schneider2, 3, M. Roos1, 3

1 Universitätsklinikum Erlangen, Allgemeinmedizinisches Institut, Erlangen, Bayern, Deutschland
2 Koordinierungsstelle Allgemeinmedizin Bayern (KoStA), München, Bayern, Deutschland
3 Kompetenzzentrum Weiterbildung Allgemeinmedizin Bayern (KWAB), Erlangen, Bayern, Deutschland

Hintergrund

Mit der Umsetzung des §75a des SGB V zur Einrichtung von Kompetenzzentren Weiterbildung wurde erstmalig der gesetzliche Auftrag gegeben die Weiterbildung zum Facharzt für Allgemeinmedizin in Qualität und Effizienz zu verbessern. Zu den obligaten Aufgaben gehört unter anderem ein weiterbildungsbegleitendes Seminarprogramm. Das weiterbildungsbegleitende Seminarprogramm des Kompetenzzentrum Weiterbildung Allgemeinmedizin Bayern (KWAB) sind die Seminartage Weiterbildung Allgemeinmedizin – kurz SemiWAM®. Diese werden innerhalb des KWAB durch die Koordinierungsstelle Allgemeinmedizin (KoStA) organisiert und durchgeführt. Die SemiWAM® werden bereits seit dem Jahr 2014 angeboten.

Fragestellung

Welche Erfahrungen aus einem ersten Durchlauf eines 5-jährigen Curriculums für ein weiterbildungsbegleitendes Seminarprogramm lassen sich gewinnen?

Methoden

Anhand des 6-Stufenmodells zur Entwicklung von mediznischen Curricula nach Kern, werden die letzten fünf Jahre reflektiert.

Ergebnisse

Die Schwerpunkte werden auf die inhaltliche Konzeption, deren medizin-didaktische Aufbereitung und Evaluation gelegt. Ferner wird die Anpassung der Rekrutierung und Qualifikation von Referenten, die im Zuge einer Erweiterung des Angebots notwendig wurde, darfgestellt. Zuletzt werden Fallstricke in der Organisation und Umsetzung eines Seminarprogramms aufgezeigt.

Diskussion

Die Autoren möchten mit diesem Beitrag ihre Erfahrungen mit der Konzeption, Umsetzung, Evaluation und Anpassung der SemiWAM® einen Beitrag zur Diskussion zur Umsetzung von weiterbildungsbegleitenden Seminarprogrammen in den Kompetenzzentren leisten.

Take Home Message für die Praxis

Die Ergebnisse können anderen Organisatoren von weiterbildungsbegleitenden Seminarprogrammen als Hilfestellung dienen.

Stichwörter: Weiterbildung, Kompetenzzentrum Weiterbildung, Seminarprogramm, Evaluation
12:30 V31-06

Pilotierung eines Befragungsinstrumentes zur Evaluation der Qualität der allgemeinmedizinischen Weiterbildung durch Kompetenzzentren (#405)

B. Huenges1, A. Kappernagel1, S. Schmitting1, B. Woestmann1, R. Jendyk2, P. Maisel2, H. C. Vollmar1

1 Ruhr-Universität Bochum, Abteilung für Allgemeinmedizin, Bochum, Deutschland
2 Westfälisch Wilhelms-Universität Münster, Centrum für Allgemeinmedizin, Münster, Deutschland

Hintergrund

Kompetenzzentren sollen Qualität und Effizienz allgemeinmedizinischer Weiterbildung fördern.

Fragestellung

Wie zufrieden sind die Ärzt*innen in Weiterbildung (ÄIW) mit Ihrer Weiterbildung?

Zu welchen Kernkompetenzen und professionellen Aktivitäten besteht der größte Nachholbedarf?

Eignet sich das Instrument zum Monitoring der Weiterbildungsqualität durch AIW?

Methoden

Onlinebefragung mit 50 Items an 81 im KWWL eingeschriebene ÄIW: offene und geschlossene Fragen zur globalen Bewertung der Weiterbildungssituation (10 stufige VAS zu Effizienz, Resilienz, Motivation und Sicherheit), Selbsteinschätzung zu 5 anvertraubaren profesionellen Tätigkeiten (APT) und 11 Kernkompetenzen (5 stufige Likert-Skala) sowie soziodemographische Daten. (https://evastud.uv.ruhr-uni-bochum.de/evasys/online.php?pswd=Test2019).

Ergebnisse

Der Rücklauf betrug 53% (N=43).

Nur 51% empfinden ihre aktuelle Weiterbildung als effizient, 81 % fühlen sich sicher in ihrer ärztlichen Tätigkeit, 74 % den momentanen Anforderungen gewachsen und 88 % sind motiviert, ihre aktuelle Weiterbildung abzuschließen (Skalenwerte mind. 7/10).

88% der ÄIW fühlen sich in der Lage, häufige Beratungsanlässe eigenständig zu versorgen, bei Vorsorgeuntersuchungen sind dies 71%, bei chronischen Erkrankungen und Hausbesuchen 66%, während es bei hausärztlicher Palliativversorgung nur bei 27% der ÄIW der Fall ist.

Fast alle Befragten fühlten sich kompetent in Gesprächsführung und körperlicher Untersuchung. Die Mehrheit fühlt sich kompetent in diagnostischen Standardverfahren, der Anwendung von EbM oder der Umsetzung allgemeinmedizinischer Prinzipien auf den konkreten Fall. Nur eine Minderheit fühlt sich in der Lage, Patienten wirtschaftlich und gut zu versorgen oder ein interdisziplinäres Behandlungsteam zu koordinieren (mind. 4 / 5 Punkten).

Interne Korrelationen sprechen für die Plausibilität der Ergebnisse.

Diskussion

Neben der Zufriedenheit mit der Weiterbildungssituation werden in der Evaluation Kernkompetenzen und komplexe APT als zentraler Zielparameter fokussiert. Um zu untersuchen, ob sich diese durch Einführung der KWs steigern lässt, sollte der Fragebogen möglichst repetitiv (z.B. im Jahresturnus) bei vielen ÄIW eingesetzt werden.

Take Home Message für die Praxis

Der Bogen scheint prinzipiell die flächendeckende veranstaltungsunabhängige Erhebung allgemeiner Weiterbildungsqualität zu erlauben.

Ein erwünschter Nebeneffekt ist die Erfassung von Verbesserungswünschen für die Weiterbildung.

Stichwörter: Weiterbildung Allgemeinmedizin EPA Evaluation Kompetenzen