DEGAM 2019
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Qualität in der hausärztlichen Versorgung

Moderatoren: Schübel , Jeannine , Dr.; Valentini , Jan , Dr. (Universitätsklinikum Tübingen, Institut für Allgemeinmedizin und Interprofessionelle Versorgung, Tübingen, Deutschland)
 
Shortcut: V82
Datum: Samstag, 14. September 2019, 14:45
Raum: Rudolf Wöhrl - HS
Sessiontyp: Vortrag

Abstract

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14:45 V82-01

Ich sehe nur noch rot! Die WirtMed-Studie zur Wirtschaftlichkeit der Medikamenten-Verordnung (#219)

J. Gollnick1, N. Lippert2, J. Muth1, J. Fischaleck3, T. Kühlein2, N. Donner-Banzhoff1

1 Philipps-Universität Marburg, Abteilung für Allgemeinmedizin, präventive und rehabilitative Medizin, Marburg, Deutschland
2 Universitätsklinikum Erlangen, Allgemeinmedizinisches Institut , Erlangen, Deutschland
3 Kassenärztliche Vereinigung Bayerns, München, Deutschland

Hintergrund

Die Anforderungen an die Arzneimittelverordnung sind eindeutig: Leistungen müssen laut SGB V ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich sein; sie dürfen das Maß des Notwendigen nicht überschreiten. Entsprechende frühere Prüfmechanismen sind in Kritik geraten und mögliche resultierende Regresse beeinträchtigen die berufliche Zufriedenheit und Nachwuchs-Rekrutierung in der Allgemeinmedizin.

Zur Verbesserung dieser Situation wurde unter anderem die bayerische Wirkstoffvereinbarung eingeführt, die sich nicht mehr an Verordnungs-Kosten, sondern an Generika- und Leitsubstanzanteilen der verordneten Arzneimittel orientiert. Das Paradigma heißt: Steuern statt Prüfen. Sechs Wochen nach Quartalsende erhält jede Betriebsstätte Rückmeldung in Form eines Ampelsystems. Obwohl diese Methode den Niedergelassenen entgegenkommen will, haben einige Betriebsstätten dauerhaft Schwierigkeiten den «grünen Bereich» zu erreichen.

Fragestellung

Wie verordnen diese Ärzte im Praxisalltag ihre Arzneimittel? Was führt bei der Verordnung zu Schwierigkeiten, was sind Beweggründe und Motivation gegebenenfalls andere als die vorgeschriebenen Arzneimittel zu verordnen?

Methoden

Es werden 30 Interviews mit niedergelassenen Ärzten in Bayern geführt, die Schwierigkeiten hatten, die vorgegebenen Ziele zu erreichen. Ausgewählt wurden Betriebsstätten, die in einem Beobachtungszeitraum von vier Quartalen in zwei aufeinanderfolgenden Quartalen mindestens 15% vom Gesamtziel abweichen und gleichzeitig eine Verbesserung von weniger als 3% zum Vorquartal erreichen. Gründe hierfür werden in den Interviews erfragt.

Parallel dazu erfolgt eine deskriptive Auswertung von Routinedaten der KV Bayerns zur Charakterisierung der Betriebsstätten und Verordnungen.

Ergebnisse

Erste Aussagen der interviewten Ärzte zeigen, dass die fehlende Vergleichbarkeit der Betriebsstätten innerhalb einer Fachgruppe ein Problem darzustellen scheint und das Erreichen der vorgegebenen Ziele und Grenzen erschwert. Ebenso würden Sonderbedingungen für Schwerpunktpraxen fehlen, eingestellte Dauerpatienten würden nicht adäquat berücksichtigt und die fehlende aufklärende gesundheitspolitische Öffentlichkeitsarbeit erschwere das Erreichen der Ziele und erhöhe den Unmut in der Arzt-Patienten-Beziehung. Es werden die aktuellen Ergebnisse vorgestellt.

Diskussion

Wir erwarten, dass die Ergebnisse helfen werden, nicht nur die bayerische Wirkstoffvereinbarung, sondern auch vergleichbare Steuerungssysteme in anderen Bundesländern und somit auch die Patientenversorgung zu verbessern.

Take Home Message für die Praxis

Nicht zutreffend.

Stichwörter: Wirtschaftlichkeitsgebot, Wirtschaftlichkeitsprüfung, Regressangst, Qualität der Arzneimittelversorgung, Arbeitszufriedenheit der Ärzte, Praxisalltag, Bayerische Wirkstoffvereinbarung
15:00 V82-02

Ist die Teilnahme an Patientenschulungen für Typ 2 Diabetes mellitus mit einem verbesserten Lebensstil assoziiert? (#224)

S. Carmienke1, M. Heise1, T. Frese1, J. Baumert3, C. Heidemann3, L. Gabrys4, A. Fink2

1 Medizinische Fakultät, Martin-Luther-Universität Halle/Wittenberg, Institut für Allgemeinmedizin, Halle, Deutschland
2 Medizinische Fakultät, Martin-Luther-Universität Halle/Wittenberg, Institut für medizinische Soziologie, Halle, Deutschland
3 Robert-Koch-Institut, Fachbereich 2: Epidemiologie und Gesundheitsmonitoring, Abteilung 25: Körperliche Gesundheit, Berlin, Deutschland
4 Fachhochschule für Sport und Management Potsdam, Fachbereich Gesundheitssport und Prävention, Potsdam, Deutschland

Hintergrund

In randomisiert-kontrollierten Studien konnten strukturierte Patientenschulungen (DSME) das Lebensstilverhalten von Menschen mit Diabetes mellitus (DM) verbessern. Es fehlen jedoch Daten zur Assoziation von Schulungsteilnahme und Lebensstil in der Routineversorgung.

Fragestellung

Ist die Teilnahme von Menschen mit DM an einer DSME mit einem gesünderen Lebensstil assoziiert? Lebensstil wurde definiert durch die Indikatoren: körperliche Aktivität (PA), Rauchverhalten, Verzehr von Obst/Gemüse und Body Mass Index (BMI).  

Methoden

Wir analysierten Daten der bundesweiten Querschnittsstudie „Gesundheit in Deutschland aktuell 2014/15“ (GEDA14/15-EHIS). Die Datenerhebung erfolgte anhand eines postalischen oder online-basierten Selbstausfüllfragebogens mit überwiegend validierten Skalen. Zur Erhebung der PA wurden Probanden befragt, wieviel Zeit sie pro Tag Gehen, wieviel Tage sie pro Woche Radfahren oder Sport treiben und wie häufig sie Ausdauer– und Kraft trainieren. Wir untersuchten Unterschiede im Lebensstilverhalten zwischen Schulungsteilnehmern und Nichtteilnehmern durch gewichtete logistische Regressionsmodelle. Darin schlossen wir folgende Variablen als potentielle Confounder ein: Alter, Geschlecht, sozioökonomischer Status, Leben in Partnerschaft oder alleine, empfundene Einschränkung aufgrund chronischer Erkrankung seit über 6 Monaten,  Selbst-Wirksamkeit  und wie sehr Probanden auf ihre Gesundheit achten. Von 1‘287 Probanden mit berichtetem DM waren 805 (62,5%) DSME-Teilnehmer, 482 (37,5%) Nichtteilnehmer.

Ergebnisse

Schulungsteilnehmer fuhren signifikant häufiger an mindestens einem Tag pro Woche Rad verglichen mit Nichtteilnehmern (OR 1,61 [1,14-2,28]). Sie trieben signifikant häufiger aeroben Ausdauersport von mehr als 150 Minuten pro Woche als Nichtteilnehmer (OR 1,44 [1,08-1,89]). Schulungsteilnehmer waren signifikant häufiger ehemalige Raucher als Nichtteilnehmer (OR 1,40 [1,03-1,89]). Es zeigten sich keine signifikanten Assoziationen der Schulungsteilnahme mit Nichtrauchen, BMI und Gemüse- oder Obstverzehr.

Diskussion

Die Teilnahme von Diabetikern an einer DSME ist mit einer moderaten Lebensstilverbesserung v.a. im Bereich der körperlichen Bewegung assoziiert. Diese Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung von Diabetikerschulungen als integraler Bestandteil der Diabetestherapie.

Take Home Message für die Praxis

Hausärzte sollten Diabetikern eine Teilnahme an einer DSME empfehlen. Die damit assoziierte Lebensstilverbesserung könnte langfristige Therapieerfolge unterstützen.

15:15 V82-03

Optimierung der Angemessenheit der Medikamententherapie bei Altenheimbewohnern- Ergebnisse aus dem SiMbA-Projekt (#225)

D. Schaffler-Schaden1, J. Dellinger2, M. Schreier2, S. Pitzer2, B. Brandauer-Stickler2, J. Osterbrink2, M. Flamm1

1 Paracelsus Medical University, Institut für Allgemein-, Familien- und Präventivmedizin, Salzburg, Salzburg, Österreich
2 Paracelsus Medical University, Institut für Pflegewissenschaft und -praxis, Salzburg, Salzburg, Österreich

Hintergrund

Die vorallem bei älteren Menschen vorherrschende Polypharmazie birgt das Risiko unerwünschter Arzneimittelereignisse und kann  zu gehäuften Krankenhausaufenthalten führen. Neben ökonomischen Aspekten stellt die Angemessenheit der Medikation auch eine Frage der Patientensicherheit und ethischen Verantwortung dar. Um Änderungen in den Strukturen und im Medikationsprozess herbeizuführen, ist es wichtig, die beteiligten Berufsgruppen einzubinden. Ziel der SiMbA Studie ist es, eine Verbesserung der Medikamententherapie bei Altenheimbewohnern zu erreichen und weiters die interprofessionelle Kommunikation und Kooperation zwischen den beteiligten Ärzten, Pflegenden und Apothekern zu stärken.

Fragestellung

Kann die Angemessenheit der Medikation bei Altenheimbewohnern durch die komplexe Intervention der SiMbA Studie verbessert werden? Lässt sich durch SiMbA eine positive Beeinflussung der multiprofessionellen Kooperation und Kommunikation feststellen?

Methoden

Diese Studie wurde als nicht-randomisierte, kontrollierte Interventionsstudie konzipiert. Die komplexe Intervention umfasst:

1.)  Kombinierte, professionenübergreifende Präsenz- und Online-Schulung

2.)  Implementierung einer elektronischen Plattform zum interprofessionellen Informationsaustausch (Sim-Pl)

3.)  Strukturierte, interprofessionelle Medikationsüberprüfung und -Adaptierung

Primärer Endpunkt ist die Angemessenheit der Medikation, gemessen mit dem Medication Appropriateness Index (MAI). Sekundäre Endpunkte sind assoziierte Merkmale der Bewohner wie Mobilität, Entwicklung eines Delirs und Ernährungszustand. Die multiprofessionelle Kooperation und Kommunikation wird  mittels strukturierten Interviews evaluiert. Eine Verbesserung des MAI um zumindest 3 Punkte wurde als relevant erachtet.

Ergebnisse

Polypharmazie (> als 5 Präparate) lag bei 89,6% der Bewohner vor. In der Interventionsgruppe konnte eine deutliche nachhaltige Verbesserung des MAI erreicht werden. Die Verbesserung des MAI lag im Schnitt in der Interventionsgruppe bei 3,3 und in der Kontrollgruppe bei 1,3 Punkten. Die multiprofessionelle Kooperation wurde durch SiMbA verbessert.

Diskussion

Durch die regelmäßige Überprüfung der Medikation unter Einbindung aller beteiligten Berufsgruppen können die Medikamentensicherheit erhöht und unerwünschte Arzneimittelinteraktionen vermieden werden.

Take Home Message für die Praxis

Gemeinsame Schulungen und der digitale Informationsaustausch können zur Stärkung der interprofessionellen Kooperation beitragen. Besonders die Expertise der ApothekerInnen kann als wertvolle Ressource in der Praxis stärker eingesetzt werden.

Stichwörter: Arzneimitteltherapiesicherheit, multiprofessionelle Versorgung
15:30 V82-04

Stellenwert von Hausmitteln als Selbstbehandlungsmaßnahme: Zwiebelsäckchen bei kindlichen Ohrenschmerzen (SHallOt-Studie) (#231)

K. Ailinger1, J. Valentini1, S. Joos1, H. Haumann1

1 Universitätsklinikum Tübingen, Institut für Allgemeinmedizin und Interprofessionelle Versorgung, Tübingen, Baden-Württemberg, Deutschland

Hintergrund

Ohrenschmerzen sind ein häufiger Beratungsanlass in Hausarztpraxen und bei Kindern häufig Leitsymptom einer akuten Otitis media (AOM). Da ca. 80% der AOM spontan ohne Antibiotika abheilen, kommt symptomatischen Therapiemaßnahmen eine bedeutende Rolle zu. Zu den symptomatischen Maßnahmen zählen auch eine Reihe von Hausmitteln. Im Falle von Ohrenschmerzen bei Kindern sind dies insbesondere Zwiebelsäckchen, die als äußere Auflage auf das betroffene Ohr gelegt werden. Während aus experimentellen Studien Hinweise auf antientzündliche Inhaltsstoffe der Zwiebel hervorgehen, fehlen bisher klinische Daten dazu.

Fragestellung

Welche Rolle spielen Hausmittel in der Primärversorgung? Wie bewerten Eltern, Haus- und Kinderärzte die Anwendung von Hausmitteln, insbesondere von Zwiebelsäckchen bei Kindern mit akuten Ohrenschmerzen? Wie häufig und in welcher Form werden Zwiebelsäckchen bei Ohrenschmerzen angewendet bzw. empfohlen?

Methoden

Im Rahmen einer explorativen Mixed-Methods-Studie wurden n=8 Haus- und Kinderärzte, sowie n=6 Eltern aus Baden-Württemberg anhand leitfaden-gestützter Interviews befragt. Die Interviews wurden transkribiert und inhaltsanalytisch nach Mayring ausgewertet. Aufbauend auf den qualitativen Ergebnissen wurde ein Fragebogen entwickelt, mit dem aktuell n=100 Haus- und Kinderärzte sowie n=100 Eltern quantitativ befragt werden.

Ergebnisse

(Vorläufig) Die Mehrheit der interviewten Eltern und Ärzte maß Hausmitteln einen hohen Stellenwert bei. Die Bewertung von Zwiebelsäckchen bei Ohrenschmerzen fiel bei den Eltern insgesamt positiver aus als bei den Ärzten. Ergebnisse der quantitativen Befragung liegen bis zum Kongress vor.

Diskussion

(Vorläufig) Angesichts der Häufigkeit akuter Ohrenschmerzen im Kindesalter stellt sich die Frage nach einer effektiven symptomatischen Therapie mit möglichst hoher Akzeptanz in der Primärversorgung. Die Anwendung von Hausmitteln könnte idealerweise dazu beitragen, die Kompetenz der Eltern und deren Selbstwirksamkeit im Umgang mit solchen Beschwerden zu fördern, sowie die Inanspruchnahme von Ärzten und den Antibiotikagebrauch zu senken.

Take Home Message für die Praxis

(Vorläufig) Selbstbehandlungsstrategien, u.a. mit Hausmitteln, nehmen bei Ohrenschmerzen im Kindesalter einen hohen Stellenwert ein. Die Thematisierung in der Arztkonsultation kann die Kompetenz der Eltern im Umgang mit der Erkrankung steigern.

Stichwörter: Hausmittel, Antibiotikaeinsparung, Mixed-Methods-Studie, Komplementärmedizin, Akute Otitis media, obere Atemwegsinfekte
15:45 V82-05

Wirksamkeit von Akupunktur bei stressbedingten Beschwerden – Ergebnisse einer randomisiert-kontrollierten Studie (#323)

J. Valentini1, J. Brenner2, Y. Samstag3, S. Joos1, B. Wild2

1 Universitätsklinikum Tübingen, Institut für Allgemeinmedizin und Interprofessionelle Versorgung, Tübingen, Baden-Württemberg, Deutschland
2 Universitätsklinikum Heidelberg, Abteilung für Psychosomatische und Allgemeine Klinische Medizin, Heidelberg, Baden-Württemberg, Deutschland
3 Universitätsklinikum Heidelberg, Institut für Immunologie, Heidelberg, Baden-Württemberg, Deutschland

Hintergrund

Es ist bekannt, dass chronischer Stress ein Risikofaktor oder Verstärker für verschiedenste körperliche und psychische Beschwerden bzw. Erkrankungen ist. Die Prävalenz stressassoziierter Beschwerden hat in den letzten Jahren erheblich zugenommen. Die Bewältigung von Stress ist neben der Stärke der Stressoren von den individuellen Eigenschaften einer Person abhängig. Mögliche therapeutische Ansätze zielen darauf ab, die individuelle Stressbewältigung zu verbessern. Erste experimentelle Studien zeigen, dass Akupunktur eine chronische stressbedingte Aktivierung der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse blockiert und dadurch spezifische stressreduzierende Effekte erzielen kann.

Fragestellung

Kann durch Akupunktur eine Stressreduktion erzielt werden?

Methoden

Es wurde eine randomisiert-kontrollierte, dreiarmige Pilot-Studie an zwei Zentren (Tübingen und Heidelberg) durchgeführt. Verglichen wurden eine halbstandardisierte Akupunktur nach Traditioneller Chinesischer Medizin (Verum), eine Sham-Akupunktur (je 10 Sitzungen) sowie eine Wartekontrollgruppe. Die Patienten waren hinsichtlich Verum- und Sham-Akupunktur verblindet. Vor Beginn, direkt nach Abschluss der Behandlung sowie 3 Monate danach wurden verschiedene validierte Fragebögen, Blut-und Urinuntersuchungen sowie die Herzratenvariabilität gemessen. Als primäres Zielkriterium diente der Percieved Stress Questionnaire (PSQ-20).

Ergebnisse

(vorläufig) Die Ergebnisse befinden sich derzeit in der Auswertung. Erste Analysen des PSQ-20 zeigen eine Überlegenheit der Akupunkturgruppen über die Wartegruppe sowohl direkt nach Akupunktur als auch beim follow-up. Ebenso zeigt sich in der Tendenz eine Überlegenheit der Verum- gegenüber der Shamakupunktur im follow-up. Die finalen Ergebnisse liegen bis zum Kongress vor.

Diskussion

(vorläufig) Die gemessenen Veränderungen nach der Akupunktur könnten auf eine Reduktion der Stressbelastung durch Akupunkturbehandlung hinweisen. Die in dieser Studie vorgenommene Kombination klinischer Outcomes mit neuroimmunologischen Parametern könnte außerdem wertvolle Hinweise zum Wirkmechanismus der Akupunktur liefern.

Take Home Message für die Praxis

(vorläufig) Bei positiven Ergebnissen könnte Akupunktur als nebenwirkungsarme und auch in Hausarztpraxen gut umsetzbare Methode das Therapiespektrum bei Personen mit stressbedingten Beschwerden sinnvoll ergänzen. Bevor hieraus Empfehlungen abgeleitet werden, bedarf es allerdings einer Überprüfung der Ergebnisse im Rahmen einer konfirmatorischen Studie.

Stichwörter: Akupunktur, Komplementärmedizin, Stress, randomisiert kontrollierte Studie