EbM 2021
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Vorträge: Neue Aufgabenverteilung in den Heilberufen

Moderatoren: Meyer, Gabriele, Professor (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Medizinische Fakultät, Institut für Gesundheits- und Pflegewissenschaft, Halle (Saale), Deutschland)
 
Shortcut: V-1
Datum: Donnerstag, 25. Februar 2021, 10:15 - 11:45
Raum: Session
Sessiontyp: Vortrag

Abstract

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10:15 V-1-01

Rollenverständnis von Pflegeexpert*innen in der Primärversorgung (#26)

S. Seismann-Petersen1, S. Köpke1, S. Inkrot2

1 Universität zu Köln, Institut für Pflegewissenschaft, Köln, Deutschland
2 Universität zu Lübeck, Institut für Sozialmedizin und Epidemiologie, Sektion Forschung und Lehre in der Pflege, Lübeck, Deutschland

Hintergrund/Fragestellung

Um die gesundheitliche Versorgung im ländlichen Raum zu verbessern, wird der Einsatz akademisch qualifizierter Pflegefachpersonen im Rahmen einer „erweiterten Pflegepraxis“ diskutiert. In dem Projekt „HandinHand“ führen Pflegeexpert*innen (PE) über einen Zeitraum von 6 Monaten auf der Grundlage eines ärztlich abgestimmten Versorgungsplans Hausbesuche bei älteren Menschen mit chronischen Erkrankungen durch und übernehmen erweiterte Aufgaben. Im Rahmen einer Mixed-methods Prozessevaluation wird u.a. das Rollenverständnis der PE untersucht.

Methoden

Die Datenerhebungen erfolgen auf der Grundlage eines logischen Models, dessen Struktur sich am MRC Framework für komplexe Interventionen orientiert. Vor Beginn des ersten Hausbesuchs schätzen die PE mittels eines Fragebogens auf einer Skala von 1-100 ein, inwieweit sie sich in den beschriebenen Rollen einer spezialisierten Pflegefachperson sehen (1=gar nicht, 100=uneingeschränkt). Zudem wird erfragt, inwieweit die PE Aussagen zu Rollenklarheit, Handlungsautonomie, interprofessioneller Zusammenarbeit und Rollenunterschieden zustimmen (5-Punkt-Likert-Skala; 1=trifft nicht zu, 5=trifft voll und ganz zu). Mit Beginn der Hausbesuche wurden leitfadengestützte Interviews mit den PE geführt und mittels inhaltsanalytischer, induktiver Kategorienbildung ausgewertet.

Ergebnisse

Die PE (n=9 von 10) sehen sich weniger in den Rollen der Leitungsperson (Median 48), Forscher*innen (46) und Lehrenden (39), als in denen der Berater*innen (80), Praktiker*innen (78), Fürsprecher*innen (77) und Expert*innen (74). Während sie das Maß ihrer Handlungsautonomie und ihres Einflusses auf die interprofessionelle Zusammenarbeit eher gering einschätzen (jeweils Median 2), geben sie mehrheitlich an zu wissen, welche Rolle sie haben (4), wie sich ihre Rolle von anderen unterscheidet (4), wie sie ihre Rolle erklären (4) und Schnittstellen beschreiben können (4). Die Auswertung der Interviews (n=10) ergab fünf Hauptkategorien: 1. Fähigkeiten, Kompetenzen, Tätigkeiten, 2. Rollenattribute, 3. Unterschiede und 4. Gemeinsamkeiten zu anderen an der Versorgung Beteiligten, 5. unsicheres/unklares Rollenverständnis.

Schlussfolgerung

In Bezug auf das Rollenverständnis der PE zeigen sich Diskrepanzen zwischen quantitativ und qualitativ erhobenen Daten. Aufgrund fehlender Rollenvorbilder eignen sich die PE das Verständnis durch theoretische Grundlagen und die eigene Praxis an. Das Rollenverständnis der PE wird über den Verlauf des Projekts weiter untersucht.

Literaturangaben

Moore GF et al. (2015). Process evaluation of complex interventions: Medical Research Council guidance. bmj 350

Interessenkonflikte

Es bestehen keine Interessenkonflikte.

Stichwörter: Erweiterte Pflegepraxis, Primärversorgung, Rollenklarheit, Prozessevaluation
10:30 V-1-02

Die Rolle der Pflegenden in der pharmazeutischen Versorgung in Deutschland (#57)

T. Klatt1, J. Friedrichs1, M. Baltes1, G. Langer1, G. Meyer1

1 Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Medizinische Fakultät Institut für Gesundheits- und Pflegewissenschaft, 06112 Halle (Saale), Deutschland

Hintergrund/Fragestellung

Pflegende in anderen europäischen Ländern übernehmen deutlich erweiterte Aufgaben in der pharmazeutischen Versorgung, zum Beispiel die Verschreibung vorab festgelegter Medikamente.

Im Rahmen der europäischen Studie DeMoPhaC in 14 Ländern wurden die Perspektiven von Ärzt*innen, Apotheker*innen und Pflegenden exploriert und ein Modell für die multiprofessionelle Kooperation in der pharmazeutischen Versorgung entwickelt. Wir berichten über den in Deutschland durchgeführten Teil der Untersuchung.

Fragestellung: Wie stellt sich für verschiedene Berufsgruppen im Gesundheitswesen (Ärzt*innen, Apotheker*innen und Pflegende) die Rolle der Pflegenden bei der pharmazeutischen Versorgung dar?

Methoden

Insgesamt 24 halbstrukturierte Einzelinterviews mit Ärzt*innen, Apotheker*innen und Pflegenden aus unterschiedlichen Regionen und Settings der Gesundheitsversorgung wurden im direkten Kontakt oder telefonisch geführt. Das so generierte reichhaltige qualitative Datenmaterial wird nach dem Ansatz der qualitativen Inhaltsanalyse mit einem inhaltlich strukturierenden Ansatz ausgewertet.

Ergebnisse

Die je 12 weiblichen und männlichen Interviewten aus ambulanter und stationärer Versorgung beschreiben, dass Kommunikation und Kooperation zwischen den Akteur*innen Setting-spezifisch sehr unterschiedlich sind – dies wird als entscheidend eingeschätzt. Konkrete Veränderungen werden für das Zusammenspiel der beteiligten Professionen und auf gesetzlich administrativer Ebene angemahnt. Die Rolle der Pflegenden im Versorgungsprozess ist aktuell in verschiedener Hinsicht unklar und für den geforderten Wandel werden insbesondere in professioneller und akademischer Ausbildung der Pflegenden erworbene, weiterreichende Kompetenzen in der pharmazeutischen Versorgung als grundlegend angesehen.

Schlussfolgerung

Perspektivisch ist eine Verbesserung der Arzneimittel-Therapiesicherheit nur möglich, wenn sie durch enge Kooperationen der Berufsgruppen geschieht und digitale Entwicklungen integriert werden. Curricula für die Ausbildung von Pflegenden auf differenzierten Niveaus sind anhand der Ergebnisse auf ihre Tauglichkeit zu prüfen. Die Ergebnisse sollten genutzt werden, um das auf europäischer Ebene entwickelte Modell für eine pharmazeutische Versorgung auch in Deutschland umzusetzen.

Literaturangaben

Dilles T et al. Nurses' practices in pharmacotherapy and their association with educational level. J Adv Nurs 2010; 66 (5): 1072-9

Maier CB. Nurse prescribing of medicines in 13 European countries. Hum Resour Health, 2019. 17 (1): 95

Interessenkonflikte

Die Autor*innen geben an, dass keine Interessenkonflikte vorliegen.

Stichwörter: pharmaceutical care, nursing, professional role, multi-professional cooperation
10:45 V-1-03

Die Schwangerenversorgung im Spannungsfeld zwischen Ärzten und Hebammen (#101)

D. Wende1, D. Hertle1

1 Barmer, Institut für Gesundheits­systemforschung, Berlin, Deutschland

Hintergrund/Fragestellung

Die Versorgung Schwangerer zählt zu den häufigsten Behandlungsanlässen in Deutschland. Im Gegensatz zu anderen Bereichen werden hier überwiegend gesunde Frauen von zwei Berufsgruppen, den Ärztinnen und den Hebammen, betreut. Das nationale Gesundheitsziel rund um die Geburt empfiehlt die Entwicklung von Kooperationsmodellen. Die Tätigkeit der Hebammen erfolgt nach §1 HebG eigenständig. Die Mutterschafts-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses knüpft jedoch wesentliche Hebammenleistungen an eine ärztliche Delegation. Der Berufsverband der Frauenärzte sieht dahingehend haftungsrechtliche Risiken und Abrechnungsprobleme und spricht Empfehlungen gegen kooperative Abrechnungsmodelle aus.

Die vorgelegte Studie untersucht wie sich Versorgungsmodelle während der Schwangerschaft für differenzierte soziale Gruppen verändern.

Methoden

Auf Grundlage von Abrechnungsdaten wird in einer retrospektiven Längsschnittstudie untersucht, in welchem Umfang welche Leistungen während der Schwangerschaft durch differenzierte soziale Schichten in Anspruch genommen werden. Betrachtet werden die Jahre 2015 bis 2019. Es wird das Einkommensschichtenmodell des DIW verwendet.

Anhand einer Expertenbefragung unter Hebammen werden aus Leistungskombinationen Schwangerschaftsversorgungsmodelle abgeleteitet. Anschließend wird untersucht, wie sich die Versorgungsmodelle der sozialen Schichten verändern. Es werden Poisson- und multinomiale logistische Regressionen eingesetzt.

Ergebnisse

Inanspruchnahmen und Versorgungsmodelle unterscheiden sich signifikant mit der sozialen Schicht. Die Unterschicht nimmt weniger Leistungen in Anspruch, hat mit einem Anteil von 6% am häufigsten eine unregelmäßige Versorgung und am seltensten ein Kooperationsmodell. Die Schichtendifferenzierung und die relativen Anteile der Versorgungsmodelle sind zeitlich stabil. Jedoch verdrängen ärztliche Vorsorgeleistungen die Vorsorgeleistungen der Hebammen. Hebammen weichen auf eine überproportionale Abrechnung von Leistungen bei Beschwerden während der Schwangerschaft aus.

Schlussfolgerung

Die scheinbare rechtliche Unsicherheit bei Hebammenleistungen verdrängt Vorsorgeleistungen und steht dem nationalen Gesundheitsziel entgegen. Über eine dahingehend gefasste kleine Anfrage hinaus (Drucksache 18/8052), ist eine konkrete politische Stellungnahme angebracht. Die Unterschicht erhält geringere Versorgungsmodelle und weniger Leistungen während der Schwangerschaft. Zur Verbesserung von Geburtsoutcomes sind geziehltes Fördern und Informationsmaßnahmen angebracht.

Literaturangaben

Goebel J, Gornig M, Häusermann H. Polarisierung der Einkommen: Die Mittelschicht verliert. DIW Wochenschrift 2010: 3–8
Deutscher Bundestag. Bundestagsdrucksache 18/8052. Fragen 28 und 68; 2016

Interessenkonflikte

Es liegt kein Interessenkonflikt vor.

Stichwörter: Schwangerenversorgung, Hebammenleistungen, Gynäkologische Leistungen, Kompetenzstreit, soziale Unterschiede
11:00 V-1-04

Neue Rollen für Pflegende - Advance Care Planning im ambulanten Setting: Ergebnisse aus der Prozessevaluation der STADPLAN Studie (#143)

K. Silies1, R. Schnakenberg2, F. Hoffmann2, H. Langner3, A. Kirchner3, A. Berg3, G. Meyer3, J. Köberlein-Neu4, T. Huckle1, S. Köpke5

1 Universität zu Lübeck, Sektion für Sozialmedizin und Epidemiologie, Lübeck, Deutschland
2 Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, Department für Versorgungsforschung, Oldenburg, Deutschland
3 Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Institut für Gesundheits- und Pflegewissenschaft, Halle (Saale), Deutschland
4 Bergische Universität Wuppertal, Kompetenzzentrum für Gesundheitsökonomik und Versorgungsforschung, Wuppertal, Deutschland
5 Universität Köln, Institut für Pflegewissenschaft, Köln, Deutschland

Hintergrund/Fragestellung

Ziel vorausschauender Versorgungsplanung (Advance Care Planning, ACP) ist es, durch begleitete Kommunikation Wünsche und Werte eines Menschen für seine pflegerische und medizinische Versorgung zu reflektieren und ggf. zu dokumentieren, insbesondere für den Fall einer Entscheidungsunfähigkeit. Unsere Cluster-randomisierte kontrollierte Studie evaluiert, ob Beratungsgespräche durch geschulte Pflegefachpersonen zuhause lebende Betroffene im Umgang mit ihren gesundheitlichen Belangen aktivieren und stärken und sie für Advance Care Planning sensibilisieren (1). Die Evaluation der Wirksamkeit wird begleitet durch eine Prozessevaluation der komplexen Intervention gemäß den Empfehlungen des MRC Frameworks, um die Implementierung, Wirkmechanismen der Intervention und relevante Kontextfaktoren zu beschreiben (2).

Methoden

Im Rahmen der Prozessevaluation wurden quantitative und qualitative Methoden über 12 Monate hinweg eingesetzt: semistrukturierte Interviews mit Pflegedienstleitungen und Pflegefachpersonen (n=65) sowie mit Angehörigen (n=23), fünf Fokusgruppen mit Pflegefachpersonen (n=18 Teilnehmende), quantitative Fragebögen mit Pflegefachpersonen (n=23) und Patient*innen (n=38). Die Auswertung erfolgte quantitativ mittels deskriptiver Statistik bzw. qualitativ durch thematische Inhaltsanalyse.

Ergebnisse

Das Thema ACP wurde für ambulante Pflegedienste als relevant erachtet, da sie die Versorgung gestalten und in Situationen plötzlicher Entscheidungsunfähigkeit reagieren müssen. Pflegefachpersonen sind als vertraute Personen im stetigen Kontakt mit Betroffenen und betrachten Beratung als Teil ihres Leistungsangebots. Durch die Intervention konnte die Kommunikation in Familien unterstützt werden, aber auch Schwierigkeiten in der Umsetzung wurden berichtet. Von Patient*innen und Angehörigen wurden die Pflegefachpersonen in der beratenden Rolle überwiegend positiv wahrgenommen.

Schlussfolgerung

Pflegefachpersonen bewerteten ACP-Gespräche als umsetzbar und als erweiterte Aufgabe für ihre Berufsgruppe. Voraussetzungen sind gute zusätzliche Qualifizierung zu ACP, personelle Ressourcen und Refinanzierung. ACP kann Teil des eigenen Leistungsangebotes sein oder Pflegefachpersonen interagieren sinnvoll in einer initiierenden und vermittelnden Rolle mit externen Anbietern. Empfehlenswert scheint die Möglichkeit eines flexiblen, auf individuelle Bedürfnisse zugeschnittenen und qualitätsgesicherten ACP-Angebots für das ambulante Setting. Die Ergebnisse der Hauptstudie liegen noch nicht vor.

Literaturangaben

 

  1. Schnakenberg R, Silies K, Berg A, Kirchner Ä, Langner H, Chuvayaran Y, Köberlein-Neu J, Haastert B, Wiese B, Meyer G, Köpke S, Hoffmann F. Study on advance care planning in care dependent community-dwelling older persons in Germany (STADPLAN): protocol of a cluster-randomised controlled trial. BMC Geriatr. 2020 Apr 17;20(1):142. doi: 10.1186/s12877-020-01537-4.
  2. Silies K, Schnakenberg R, Berg A, Kirchner Ä, Langner H, Köberlein-Neu J, Meyer G, Hoffmann F, Köpke S. Process evaluation of a complex intervention to promote advance care planning in community-dwelling older persons (the STADPLAN study) - study protocol. Trials. 2020 Jul 16;21(1):653. doi: 10.1186/s13063-020-04529-

Interessenkonflikte

Es liegen keine Interessenskonflikte vor.

Stichwörter: Advance Care Planning, Pflegefachpersonen, ambulante Pflege, Prozessevaluation, Cluster-RCT
11:15 V-1-05

The Use Of Formal Care For Dementia From A Professional Perspective: A Scoping Review (#144)

S. Brauer1, J. Peper1, A. Bieber1

1 Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Institut für Gesundheits- und Pflegewissenschaft, Halle (Saale), Sachsen-Anhalt, Deutschland

Hintergrund/Fragestellung

The progressive character of dementia usually leads to an increasing need for support. However, access to and use of professional support take place lately. Aspects influencing access to and use of formal care are often investigated, but an overview from a professional perspective is missing. We aim to provide an overview of aspects influencing access and use of formal care in dementia from the perspective of health- and social care professionals. Additionally, the perspectives of professionals and people with dementia/informal carers and those of two selected professions will be compared.

Methoden

We conducted a scoping review with a systematic literature search in Medline via Ovid in January 2019 and updated in April 2020. After the screening, the focus for the in-depth investigation narrowed down to nurses and physicians. All included publications were critically appraised using the Mixed Method Appraisal Tool. We analysed influencing aspects and formal care and support services. Our findings were narratively described and discussed with trained dementia care nurses (DCN).

Ergebnisse

We identified a total of 21 studies: n=16 qualitative, n=4 quantitative-descriptive, n=1 mixed-methods. A large number of various support services were identified. Some studies examined specific care contexts, e.g. primary or community care or mental health specialists. More than half of the studies examined the perspective of a specific professional group: n=10 physicians and n=2 nurses. A wide range of aspects (n=15) influence the access and use of formal care services. Frequently addressed were aspects relating to the complexity and structure of the healthcare system, the competence of professionals and attitudes, expectations and experiences of people with dementia and their informal carers towards dementia and services. The DCNs highlighted the importance of coordinated care and to enhance dementia-specific competencies.

Schlussfolgerung

Coordinated dementia-specific care is necessary to provide adequate support to people with dementia and their relatives. Several professions may be involved in this increasingly important field of activities, e.g. nurses with a dementia-specific training like the DCNs. However, the nurses’ perspectives on access to and use of formal dementia care were rarely examined compared to physicians’ perspectives. Therefore, nurses and other health and social care professions should be considered in dementia care research.

Interessenkonflikte

The authors declare that they have no competing interests.

Stichwörter: Help-seeking, Dementia, Formal care, Influencing aspects, Access